Klimaneutrales Datenzentrum EvoSwitch entwickelt 2. Phase

Geplaatst op: 11-10-2007

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EvoSwitch, das niederländische Carrier-neutrale Datenzentrum das klimaneutral operiert, hat seit der Eröffnung im April 2007 bereits ein Drittel der Kapazität der 1. Phase mit Kunden gefüllt. Deshalb beginnt EvoSwitch jetzt mit der Entwicklung der 2. Phase. Diese wird voraussichtlich im 2. Quartal 2008 fertiggestellt sein.

Die Entwicklung der 2. Phase bedeutet eine Verdoppelung der vorhandenen Kapazität. Im Moment sind 2000 m2 der vorhandenen 9000 m2 fertig vorbereitet, um Geräte von Kunden zu installieren. Später werden es 4000 m2 sein. Über der vorhandenen Infrastruktur wird darüber hinaus noch einmal dieselbe Menge infrastruktureller Geräte installiert. Werden zurzeit zwei Transformatoren von 2,5 MVA verwendet, so werden es später vier sein. Neben den zwei vorhandenen UPs werden zwei neue mit einer Kapazität von jeweils 2 MVA in Betrieb genommen und zusätzlich zu den zwei vorhandenen Notstromaggregaten von 1,5 MVA werden noch einmal acht aufgestellt, u. a. ein doppeltes Reserveset.

Erhöhung der Energiekapazität pro Schrank
Die neuen Räume erhalten eine höhere Strom- und Kühlkapazität, als es bei vielen Datenzentren üblich ist. Die Schränke werden durchschnittlich 4 bis 5 KW benutzen können, eine Verdoppelung der gängigen Kapazität im Markt. Rosenthal: „Bekanntermaßen kann der Schrankraum in einem Datenzentrum durch Einschränkungen bei Stromversorgung und Kühlung oft nicht optimal ausgenutzt werden. Mit 4 bis 5 KW können Kunden den Schrankraum bei EvoSwitch viel effizienter gebrauchen. Auch die Verwendung von Bladeservers ist dadurch sehr gut möglich.“

Wachstum stärker als erwartet
„Die erste Phase wird inzwischen zu etwa 35 Prozent benutzt,“ sagt Laurens Rosenthal, Direktor Innovation von EvoSwitch. „Der Zulauf neuer Kunden ist gigantisch schnell gegangen. Sogar aus England, Deutschland, den Vereinigten Staaten und selbst Zypern kommen Kunden zu uns. Eigentlich ist das Interesse für EvoSwitch größer, als wir im Vorhinein erwartet hatten. Viele Kunden geben an, dass der grüne Aspekt von EvoSwitch wichtig für sie ist. Sollte sich der Zuwachs an Kunden im selben Maße fortsetzen, wird die erste Phase von EvoSwitch in einem halben Jahr vollständig gefüllt sein. Darum beginnen wir jetzt bereits mit der zweiten Phase. In dem Moment, in dem die erste Phase voll ist, wird die zweite Phase übergeben und wir können auch einem weiteren Kundenwachstum beruhigt entgegensehen.“

Investition: 7 Millionen Euro
Die Entwicklung der 2. Phase ist eine kapitalintensive Unternehmung. EvoSwitch investiert nicht weniger als 7 Millionen Euro in die Anlage. „Das Einrichten einer qualitativ hochwertigen Datenzentrumsumgebung kostet viel Geld,“ sagt Rosenthal. „Darum haben wir uns auch für eine Herangehensweise in Phasen entschieden. Und auch so geht es um ansehnliche Beträge, die investiert werden müssen. Auf diese Weise wachsen wir glücklicherweise zusammen mit der Kundennachfrage. Die vorhandene Investition zeigt auf jeden Fall, wie viel Vertrauen wir in den Markt für Datenzentrumsdienstleistungen haben. Die Nachfrage ist groß, vor allem, weil zu spät in neue Datenzentrumsräumlichkeiten investiert worden ist. Das hätte bereits vor drei Jahren geschehen müssen, aber Geldgeber wagten nach der Telekomkrise nicht mehr, Geld in Datenzentren zu investieren.“

Die Betriebe, die bereits bei uns Kunden sind, werden von der Entwicklung der 2. Phase wenig merken, da diese Aktivitäten in einem physisch völlig abgetrennten Raum stattfinden. Rosenthal: „Viele unserer Kunden haben angegeben, dass ihnen die Erweiterung gerade ein sicheres Gefühl gibt. In der Region Amsterdam besteht das größte Problem zurzeit darin, dass Datenzentren hinsichtlich Stellfläche und Energiekapazität an ihre Grenzen stoßen. Wir haben das Problem nicht, da wir noch genug Platz zum Erweitern haben, nämlich bis auf 9000 Quadratmeter Stellfläche und eine Energiekapazität von 20 Megawatt."

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